Österreich

Armenische Gemeinde Österreichs

 
Seit dem 17 Jahrhundert bewohnen Armenier Österreich. Im Jahre 1810 übersiedelte die armenisch-katholische Kongregation der Mechitaristen nach Wien. Nach dem Ersten Weltkrieg kamen zahlreiche Familien aus der Türkei und aus dem westen Armeniens nach Österreich. Der größte Fluss von Armeniern nach Österreich kam während der zweiten Hälfte der 70er Jahre. Die Übersiedler stammen hauptsächlich aus dem Libanon und dem Iran, aufgrund der dortigen unstabilen politischen Situation. Während dieser Zeit bildete sich die armenische Gemeinschaft in Österreich. Anfang der 90 er Jahre, kamen Armenier aus Aserbaidschan und Armenien nach Österreich. 1995 erreichte die Anzahl von Armeniern bis zu 2-2,5 Tausend Menschen.
Die Armenier in Österreich sind in den Bereichen der Industrie, des Baus, des Handels und der Kunst tätig.
Die Anzahl der Armenier in Österreich hat in den vergangenen Jahrzehnten dazu verholfen, dass das armenische Bewusstsein aufrecht erhalten wurde. Eines der wichtigsten Themen der armenischen Gemeinde bestand in der Gründung einer Armenisch-Apostolischen Kirche, einer kulturellen Organisation, sowie auch anderer. In den 80 er Jahren fing die armenische Gemeinde an zu blüten.
Die Mechitaristenkongregation ist ein wichtiges Zentrum für den Erhalt der geistlichen Werte der armenischen Kultur.
Das Kloster sowie auch die Kirche der Mechitaristenkongregation befinden sich in Wien. Die Mechiteraristenkongregation besitzt eine Büchersammlung, die rund 2600 armenische Handschriften beinhaltet, einen Bestand armenischer Zeitungen und das armenische Museum mit einer großen Sammlung ethnographischer Objekten Armeniens
1992 wurdeAbt Paulus Kodjanianzum Generalabt der Wiener Mechitaristen-Kongregation ernannt.
In Österreich  ist die Armenisch-Apostolische Kirche als Kirchengemeinde anerkannt.  
Am 1 Juni 2010 ernannte Seine Heiligkeit, Oberster Patriarch und Katholikos Aller Armenier, Garegin II,  Haigazoun Najarian als Patriarchal Delegat der Armenisch Apostolischen Kirche für Mitteleuropa und Schweden mit Sitz in Wien. Am 6. November, 2011 wurde der Patriarchaldelegat für Mitteleuropa und Skandinavien, Erzarchimandrit Haigazoun Najarian in der Mutterkirche St. Etschmiadzin durch S. H. Karekin II., Oberster Patriarch und Katholikos Aller Armenier, zum Bischof geweiht.
Im Jahre 1965-68 wurde in Wien die Kirche St. Hripsime gebaut, wo auch mit Hilfe des Vereins der armenischen Kirche, die Hovhannes Shiraz-Samstagsschule gegründet wurde. 1984 wurde, im Innenhof der Kriche, ein Denkmal errichtet zum Gedenken der Opfer des Völkermords.
Die armenischen Vereine und Institutionen in Wien, wie z. B. der “Allgemeine Armenische Wohltätigkeitsverein Zweig Österreich”, die “Armenische Studienvereinigung“, die “Österreichisch-Armenische Kulturgemeinschaft“, der “Armenien Fond Österreich-Komitee“ und der “Armenischer Sportverein Ararat“ dienen dazu den Tagesablauf der Gemeinde zu organisieren, die armenische Jugend in Österreich zu fördern und die Beziehungen mit Armenien zu stärken.
Heute erhöht sich die Zahl der Armenier in Österreich bis zu 5000 Menschen in etwa. Der Großteil lebt in Wien und Umgebung, eine Minderheit - in Linz, Salzburg und Graz.
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